Markus Hofers Interventionen in der Albertina

Die Absicht einer künstlerischen Intervention ist es, in Vorhandenes und Vertrautes einzugreifen und bestehende Zusammenhänge in Frage zu stellen. Für ein Museum ist es interessant, diesen Blick von außen, die künstlerische Auseinandersetzung mit dem Haus, zuzulassen und auch dezidiert dazu anzuregen.

Markus Hofer

Die Architektur der Albertina und ihre vielen baulichen Veränderungen seit der Errichtung des ursprünglichen Stadtpalais bis heute, die Geschichte seiner ehemaligen Bewohner, aber auch die Geschichte der Sammlung sowie die Sammlungsbestände selbst, bieten reichlich Spielraum für diese Form der Auseinandersetzung und eine zeitgenössische Interpretation.

Markus Hofer, der vorrangig im skulpturalen Bereich arbeitet, ist der erste Künstler, der mit Interventionen in der Albertina zu sehen ist. Für seine Objekte bearbeitet er vorhandenes Material und bezieht vertraute Gegenstände mit ein. Dabei bewegt sich der Künstler bewusst an der Grenze zwischen Alltagsgegenstand und Kunstobjekt. Seine Werke irritieren und sind oftmals erst bei genauerer Betrachtung als künstlerische Eingriffe zu erkennen. Markus Hofers Arbeiten sind ironische Reaktionen auf die räumlichen Situationen und Gegebenheiten, zugleich jedoch dekonstruierende Eingriffe in die Substanz, mit denen er den Blick auf das Verborgene und Unentdeckte des Museums lenkt und das oberflächlich Sichtbare hinterfragt.

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